Frühlingsweinprobe – Samstag, 9. Mai

Liebe Weinfreunde,
der Frühling ist da und somit auch die neuen Wein. Der Sommer kann beginnnen und damit die Zeit der erfrischenden Rosés und der duftigen Weißweine. Aber auch die Rotweine darf man im Sommer nicht vergessen – Grillabende sind Rotweinabende.

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Es ist daher Zeit, Sie zur Frühlingsweinprobe bei LES MERIDIONALES – Rhone und R(h)ein einzuladen.

Am Samstag, 09.Mai ab 18:00 ist es wieder soweit, diesmal natürlich mit dem Schwerpunkt auf Roséweine. Wie immer im Annagraben 35, 53111 Bonn. Lassen Sie sich überraschen.

Wie immer freue ich mich, wenn Sie kommen und auch weitere Freunde und Gäste mitbringen.

DIE GENAUE LISTE DER WEINE FINDEN SIE IN KÜRZE HIER.

Weihnachtstagenachbetrachtung

Das neue Jahr ist da und bei mir nun Zeit, kurz das große Fressen oder auch Weihnachten genannt zu würdigen.

Neben den üblichen Weihnachtsfamilientreffen und der damit verbundenen angenehmen oder auch weniger angenehmen Umstände, gibt es bei uns immer die Zeit ver Vorbereitung: was gibt es zu Essen, was zu Trinken? Und woher bekommt man das? Für uns haben wir eine Lösung gefunden: wir machen am Samstag vor Weihnachten eine Ausflug nach Metz und kaufen dort ein. Zuerst ein Besuch auf dem Markt und in der sehr schönen Markthalle und danach noch ein Besuch in einem der riesigen Supermärkte.

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Neben der allgemein bekannten Qualität musste ich diesmal feststellen, dass sich auch im Preis Frankreich zum Schlaraffenland entwickelt: wer auch nur etwas bessere Qualität als hier in Deutschland haben möchte, sollte die Gelegenheit nutzen – gerade vor Weihnachten.

Wir haben uns eingedeckt.

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IMG_2165Und ein Kapaun ist ein Traum! <- Welch mieser Reim

Captain Cork hat recht!

http://www.captaincork.com/chateau-de-beaucastel-perrin-nature-biowein-cotes-du-rhone-frankreich

„Die Mannschaft macht eine Flasche aus der Studentenweinregion Côtes du Rhone auf. Aber huch! Der Rotwein Perrin Naturel zeigt, was die Gegend inzwischen zu bieten hat: Qualität, die nicht viel kostet….“

Da hat er recht, der Captain, auch wenn er hier einen zugegeben eher einfachen, aber sauber gemachten „Massenwein“ bespricht. Er sollte vielleicht 1€ mehr ausgeben und schon ist er in einer weit höheren Qualitätsstufe.
Aber recht hat er.

So schnell kann es gehen…

BOUFR09AKaum auf der Liste, schon ausverkauft. Leider passiert so etwas jedem Händler immer wieder, aber da Wein nun kein industrielles Produkt ist – jedenfalls nicht hier, besteht immer die Gefahr, dass gerade die Raritäten auch beim Winzer schnell ausverkauft sind. Bei Erträgen von 8 hl/ha ist die Gefahr immer gegeben. 8 Hektoliter pro Hektar sind 800 Liter bzw. ca. 1.000 Flaschen. Wenn wie bei der Domaine la Bouïssiere dann noch nur ca. 1,5 Hektar zur Verfügung stehen, dann ist es keine Gefahr, sondern ein Glücksspiel. Und diesmal war mir das Glück nicht hold. Aber zum Glück sind die anderen Weine des Weinguts auch sehr gut und dazu günstiger.

100PP, 99PP,…,94+PP,… Robert Parker Punkte und die Weinkritiker

Die Punkte-Saison beginnt wieder und nicht nur die Jagdsaison im Wald, sondern auch die im Keller beginnt wieder. Der Herbst ist die Saison der Punktjäger.

Aber was sagt einem das? Hilft es? Ja und nein, denn Weinkritiker haben einen enormen weltweiten Einfluss auf den Weinmarkt. Das beste und auch das berüchtigste Beispiel ist wohl Robert Parker.

robert-parkerRobert Parker ist ein amerikanischer Weinkritiker, dem die vielleicht zweifelhafte Ehre gebürt, dass seine Bewertungen über Wohl und Wehe ganzer Weinregionen zu bestimmen – seine Punktbewertung machen den Preis.

Der geneigte Leser kann sich darüber ein Bild bei Wikipedia machen. Sein Einfluss hat viele Winzer dazu gebracht, an der Qualität ihrer Weine zu arbeiten. Leider aber wird dann oft übertrieben, denn die Bewertung ist und kann nicht neutral sein: er hat Vorlieben und sicherlich auch Vorurteile. Ein zentraler Punkt ist: er mag kräftige und fruchtbetonte Weine mit Holzaromen. Sie haben sicherlich schon oft gelesen: Barriqueausbau! Aber zum einen verträgt nicht jeder Wein die Lagerung in diesem kleinen Holzfass, zum anderen wird so auch der typische regionale Geschmack verändert und das alles nur weil Robert Parker es „verlangt“.

Aber Robert Parker ist nicht alles! Zu allererst gilt es, den eigenen Geschmackssinn zu trainieren und dann probieren und kosten. Dann kann man sich den Kritikern zuwenden und sie vielleicht als Hilfe nutzen.

Natürlich freut es mich, wenn Robert Parker einen der Weine, die ich vertreibe, mit 94PP bedenkt. Aber ich weiss in diesem Fall, dass dieser Wein nicht gemacht wurde, um ihm zu gefallen. Denn dafür ist er zu „kühl“ und das mag Robert Parker wohl nicht so gern – also „nur“ 94PP.

Auch muss man wissen, dass er natürlich nicht alle Weine dieser Welt bewertet und – das ist bei allem Punktejagen sehr wichtig zu beachten – dass viele Winzer ihre Weine aus gutem Grund nicht bewerten lassen wollen. nicht weil sie schlecht sind, sondern weil Robert Parker sie nicht mag, sie passen nicht in seine Vorstellung, wie ein Wein aus dieser oder jener Region zu schmecken hat. Also Augen auf! Das beste Beispiel für mich ist die Domaine L’Oratoire St.Martin.

Ach ja, von Jancis Robinson halte ich mehr, aber auch sie zu schnell dabei, einen ganzen Jahrgang schlecht zu schreiben.

Wir werden es in den nächsten Tage erleben, wenn die „Bewertungen“ zum Jahrgang 2013 veröffentlicht werden. „Irregulär“ habe ich schon gelesen, aber ist das nun schlecht? oder doch eher etwas spannend? Sicherlich wird der Wein anders schmecken, wenn in der Cuvée der Grenacheanteil sehr niedrig ist, weil eben die Ernte beim Grenache in diesem Jahr sehr niedrig war. Das kann einem natürlich nicht in einem Anbaugebiet passieren, wo es keine Cuvées gibt. Das gibt es dann in diesem Sinne keine „irregulären“ Jahrgänge.