Riesling vom Bremer Calmont

Bei der Überlegung mit Kilian Franze, welche Weine ich für einen ersten Versuch ins Programm nehmen sollte, waren wir uns schnell einig. Ein Wein, der die Quintessenz des Weinguts sein soll und einen, der den Hausberg, den Bremmer Calmont, präsentiert.

Die erste Frage war einfach: „Der Sommer war sehr groß“

Kilian und seine Frau Angelina haben sich einen Wein überlegt, der wie ein Wein sein sollte, der das Weingut, die Lagen und die Menschen in Wein übersetzt: „Wir wollten gerne einen neuen Wein zum Sortiment hinzufügen ohne neue Weinberge zu kaufen. Also dachten wir uns, wir vereinen einfach alle unsere Toplagen in einer Flasche. Ein Cuvee der den Querschnitt unserer Rebflächen präsentiert und alle Vorzüge der einzelnen Lagen in einem Wein vereint. Also ist „Der Sommer war sehr groß“ auch der perfekte Riesling für die Weinliebhaber, die nicht zwischen Calmont und Frauenberg entscheiden können.“

 

Leicht cremig, dezent hefig und geprägt von überdurchschnittlicher Würze zeigt sich jener Wein, der nach einer Gedichtzeile von Rainer Maria Rilke benannt wurde; der Hauch Süße ist im „Der Sommer war sehr groß“ kaum zu ahnen. (Eichemann 2018)

 

Die zweite Frage war schon etwas komplexer, aber wir haben uns für den Lagenwein aus dem Calmont entschieden, das Große Gewächs oder Calidus Mons sind natürlich absolute Spitze, dennoch ist dieser ein perfekter Genuss.

 

 

 

Die Weine aus dem Bremmer Calmont sind würzig, kraftvoll und purer Schiefer. Weinbau mit 65 Grad Steigung ist Weinbau auf der Rasierklinge. Aber der steilste Weinberg Europas liefert das perfekte Terroir für Rieslingreben und bringt Mineralität wie keine andere Weinlage. Und dieser Wein ist eben ein Einstieg in diesen steilen Berg.