DOMAINE DE LA CHARBONNIÉRE

charbonniere1Nun endlich habe ich auch einen Chateauneuf-du-Pape-Weingut gefunden, dass in mein Programm passt. Die Suche war nicht einfach, denn entweder war ich mit dem Qualität oder mit den Preisen nicht zufrieden, aber auch hätte ich den Wein in so großen Mengen abnehmen sollen, dass es meinen Rahmen gesprengt hätte.

Nur aber habe ich das für mich richtige gefunden und ich glaube auch, dass Sie als Kunde das auch so sehen. Dieses Weingut ist ein großer Klassiker in Chateauneuf-du-Pape mit Lagen, die die ganze Bandbreite dieses besonderen Terroirs abbilden. Dieses gilt insbesondere für den „Basis“-Wein. Die speziellen Cuvées aus Einzellagen zeichnen sich dagegen dadurch aus, dass sie sehr präzise die Besonderheiten dieser jeweiligen Einzellagen herausstellen.

Das Weingut stellt gerade aus biologische Bewirtschaftung um und auch dieses Weingut ist für mich ein schöner Beweis, dass junge Winzerinnen ihren Weg machen und zwar eben ein wenig anders, aber oft besser als ihre männlichen Kollegen.

Die Besitzer und ihre Geschichte:                            
Die Domaine de la Charbonnière wie wir sie heute kennen wurde im Jahre 1912 von Eugène Maret als Geschenk an seine Frau gegründet. Diese war die Tochter eines Winzers in Châteauneuf-du-Pape. Ein Teil der Domaine wurde später deren gemeinsamem Sohn Fernand übertragen, der sie ausbaute und Land dazukaufte. Nachdem er seinen Militärdienst abgeschlossen hatte, übernahm Fernands Sohn Michel die Domaine im Jahre 1973. Offiziell wurde sie im Jahre 1978 gegründet. Nachdem Michels beiden Töchter Caroline und Véronique im Jahre 2004 dazu stiessen, ist die Firma heute offiziell unter dem Namen EARL Michel Maret et Filles tätig. Der Name der Domaine de la Charbonnière kommt vom französischen Wort „charbon“, was Kohle bedeutet – eine Energiequelle, die einst, als die grünen Eichenbäume der Region abgebrannt wurden, im Überfluss vorhanden war.charbonniere

Details zu Geografie und Weinsorten:                                                        
Die 17.5 Hektaren Weinbaugebiet der Domaine verteilen sich über zahlreiche lieux-dits mehrheitlich im Norden und Osten der Region. Der Boden variiert beträchtlich, mit Lehm und grossen Steinen in La Crau und rotem Ton, Sand und Mergel in Mourre de Perdrix. Das nördlich gelegene lieu-dit Brusiquières weist einen Boden aus Lehm und Kalkstein mit vielen grossen Steinen auf.
Die Domaine de la Charbonnière produziert vier Rot- und einen Weisswein auf der Basis von Mischungen, deren Zusammensetzung von Jahr zu Jahr variiert. Seit 2000 werden alle Trauben entstielt und zermahlen, bevor sie nach Traubensorten sortiert in korrosionsbeständigen Stahltanks und Eichenbottichen fermentiert werden.
Der Standard-Rotwein besteht zu 70% aus Grenache und zu je 15% aus Mourvèdre und Syrah. Die alkoholische Fermentation und die Mazeration dauern drei Wochen und alle zwei Tage wird eine Pigeage durchgeführt. Je nach Jahrgang wird der Wein während 12 bis 18 Monaten entweder in Bottichen, foudres oder kleinen Fässern gealtert.

Die Trauben für den Mourre de Perdrix wachsen auf einem Plateau mit rotem Ton und Stellen mit sandigem Mergel im östlichen Teil der Region. Er besteht ebenfalls zu 70% aus Grenache und zu je 15% aus Syrah und Mourvèdre. Die alkoholische Fermentation kann bis zu 5 Wochen dauern und die Milchsäuregärung findet in Fässern oder Betonbottichen statt.
Der Hautes Brusquières besteht zu 60% aus Grenache und zu 40% aus Syrah und das Alter der Reben, die allesamt auf dem Plateau von Brusquières wachsen, reicht von 30 bis zu weit über 50 Jahren. Die Fermentation dauert je nach Erntejahr 3 – 5 Wochen und findet bei 25 bis 30 C° statt. Dabei wird der Wein täglich umgepumpt. Jeden zweiten Tag werden die Schalen und der Saft verrührt, die sogenannte Pigeage wird angewandt. Die Milchsäuregärung findet in Fässern und Bottichen statt und der Alterungsprozess setzt sich während 12 bis 18 Monaten ebenfalls in Fässern oder in abgeschnittenen, kegelförmigen Eichenbottichen fort.

Der Cuvée Vieilles Vignes besteht zu 95% aus Grenache und wird nur mit 5% Mourvèdre veredelt. Die Reben sind 80 bis 100 Jahre alt und befinden sich auf dem Plateau von La Crau. Die Methoden zur Weinherstellung sind dieselben wie für den Cuvée Haute Brusquières. Alle Mischungen können je nach Jahrgang variieren.

Der weisse Châteauneuf-du-Pape besteht aus 40% Grenache Blanc, 40% Roussanne und 20% Clairette, die allesamt auf dem Brusquières-Plateau wachsen. Sie werden unmittelbar nach dem Pflücken entstielt und gepresst und der Saft wird bei 18 C° zu 75% in korrosionsbeständigen Stahltanks und zu 25% in neuen Eichenfässern fermentiert. Der Alterungsprozess wir danach unter regelmässiger Bâtonnage für ungefähr 5 Monate in Fässern und Stahltanks fortgeführt. Der Wein wird nicht gefiltert und im Frühling nach der Weinernte in die Flaschen abgefüllt.
Die Domaine de la Charbonnière besitzt ausserdem 4 Hektaren Rebberge auf dem Plateau von Hautes Garrigues in Sarrians, in der Region Vacqueyras.

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.