AOP Rasteau

Rasteau /

Ein paar „offizielle“ Daten zur AOP Rasteau:

Die AOC-Weine müssen mindestens 50 % Grenache enthalten. Die Grenache Noir ist die Königin der Rebsorten des Weinbaugebietes Rasteau. Man findet sie in allen dort hergestellten Cuvées. Diese Rebsorte sorgt für strukturierte aromatische Weine und verleiht ihnen Großzügigkeit und Rundheit… Sie ist eine widerstandsfähige Traube, die gegen Wind und Trockenheit resistent ist, und eignet sich perfekt für das Terroir von Rasteau und dessen gut exponierte Hänge mit ihrer trockenen, wenig fruchtbaren Erde. Sie stammt von alten Rebstöcken und ergibt starke strukturierte Weine mit Aromen von reifen Früchten und Gewürzen.

Für ausgewogene Weine wird die Grenache mit Syrah und Mourvèdre (mindestens 20 %) verschnitten. Die Syrah, die aus den Weinlagen der nördlichen Côtes du Rhône stammt, wird in Rasteau noch nicht so lange angebaut. Mit ihr werden feine komplexe Weine mit intensiver Farbe, Noten von schwarzen Früchten, Veilchen und Gewürzen erzielt. Die Mourvèdre ist den Terroirs mit den besten Lagen vorenthalten und erbringt tanninhaltige und sehr strukturierte Weine mit Aromen von Unterholz und kandierten Früchten.

Weitere Rebsorten sind: Carignan, die traditionelle Traube aus den Weinbaugebieten des Mittelmeerraums, die hohe Anforderungen an Wärme hat, gegen Trockenheit und Wind gefeit ist und sich in den warmen, trockenen Terroirs von Rasteau wohlfühlt. Unter diesen wenig fruchtbaren Bedingungen ergibt sie Weine mit einer schönen Farbe, die strukturiert und alterungsfähig sind.

Die Böden

Zu den zahlreichen Vorzügen der Weinlage Rasteau zählen die sehr vielfältigen Böden, die den Weinen eine große Palette an Aromen verleihen. Letztere liegen zwischen Mächtigkeit und Eleganz. Das Terroir besteht aus Kalk-Lehmböden, Skelettböden auf Mergel sowie Böden aus roter Tonerde auf Sandstein. Jede Rebunterlage wird je nach Bodentypologie gewählt, sodass die Reben unter besten Bedingungen angebaut werden können.

Zahlreiche Parzellen sind mit Rollkies bedeckt. Dieser Kies wurde während der Gletscherschmelze vor über 18 Millionen Jahren vom Fluss Ouvèze aus den Alpen herangespült. Seine Besonderheit besteht in seiner Kapazität, die am Tag gespeicherte Wärme nachts an die Reben weiterzugeben, wodurch die Konzentration der Trauben begünstigt wird.

Während der Sommerzeit muss sich die Rebe die für ihre Entwicklung benötigten Ressourcen aus den tieferen Erdschichten holen. Dank ihres Wurzelsystems erleidet sie einen geringeren Trockenstress, wodurch ihre Trauben optimal heranreifen können. Die „kargen“ Böden von Rasteau ermöglichen die Herstellung von Weinen großer Qualität.

 

 

Coupe geologique (Rasteau) / Geological profile (Rasteau)

Coupe geologique (Rasteau) / Geological profile (Rasteau)

 

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