AOP Gigondas

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Ein paar „offizielle“ Daten zu AOP Gigondas

Die Böden des Weinbaugebietes sind unterschiedlich und bestehen aus großen alluvialen Terrassen aus roter kieselhaltiger Tonerde der Mindelzeit, die sich bis zum Fuße der Dentelles de Montmirail erstrecken. Ihre hohe Wasserdurchlässigkeit vermindert die durch Rieselwasser verursachte Erosion und ermöglicht eine schnelle Trocknung der Parzellen. Diese lehmreichen Böden sind charakteristisch für die Terroirs von Grand Crus.
Aber überlassen wir die Beschreibung dem französischen Gelehrten und Winzer Eugène Raspail… „Das Relief des Terrains von Gigondas weist drei hauptsächliche parallele Gebirgsketten auf, die von Westen bis Nordosten reichen, einer Kurve folgend, deren Scheitelpunkt im Nordwesten läge. Die Firstlinien dieser drei Gebirgsketten bestehen aus grauem Kalk aus der Zeit des Juras. Im Süden bedeckt die erste Linie die schwarze Tonerde des Oxfordiums. Im Norden ist die dritte Linie von Erde aus der unteren Unterkreide, der oberen Unterkreide, grünem Sandstein und Chloritkreide bedeckt. Die beiden dazwischenliegenden Täler (Col d’Alsau, La Buissière) gehören ausschließlich der Zeit der unteren Unterkreide an. In diesem zweiten Tal, im Bereich Cayron, wechselt sich lehmhaltiger Mergel mit blau- und gelbfarbenen Kalkbänken ab.“

Konzentration, Ausgewogenheit, Finesse: Die Gigondas-Weine bieten ein reiches Bouquet mit feinen würzigen Aromen sowie eine sonnige Farbe, die von Rubinrot bis Dunkelgranat reicht. In der Nase enthüllen sie ein Bouquet von roten Früchten (Knorpelkirsche, zerdrückte Erdbeere) sowie von schwarzen, sehr reifen Früchten (Brombeere, schwarze Johannisbeere, Blaubeere). Mit der Zeit entwickeln sie wilde Nuancen von Unterholz und Trüffeln. Im Mund ist der Gigondas kräftig mit einer vollmundigen Attacke. Das so komplexe Terroir, aus dem er stammt, drückt sich in einer breiten aromatischen Palette zwischen fruchtigen Aromen (Pflaume, Feige) und würzigen Noten (weißer Pfeffer, Heidekraut, Thymian, Lakritze) aus. Er altert ausgezeichnet und verfeinert sich während des Ausbaus.

Durch die Gebirgskette der Dentelles werden die Reben nur begrenzt von der Morgensonne beschienen. Dies verlängert in erheblichem Maße die Reifezeit der Grenache Noir (zu maximal 80 % zugelassene Rebsorte), die ihre ganze Mächtigkeit in schillernden Rotweinen mit ausgeprägten Tanninen, einem strukturierten Körper und einer großen Alterungsfähigkeit zum Ausdruck bringt. Syrah und Mourvèdre (mindestens 15 %) verstärken ihre granatrote Farbe und bringen Würze in ihre Aromen. Alle anderen Rebsorten der Appellation Côtes du Rhône sind zulässig, ausgenommen die Carignan. In einem maximalen Verhältnis von 10 % des Rebsortenbestands: Cinsault, Clairette und einige Rebstöcke der Rebsorten Terret Noir, Counoise und Picardan. Bei den Roséweinen ist die Grenache Noir ebenfalls zu maximal 80 % zugelassen, und alle anderen Rebsorten der Appellation dürfen verwendet werden, mit Ausnahme der Carignan, die maximal 25 % des Rebsortenbestands ausmachen darf.
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Eine Lagenkarte von Gigondas finden Sie hier

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