AOP Beaumes-de-Venise – Muscat de Beaumes-de-Venise

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Ein paar „offizielle“ Daten zu AOC Muscat Beaumes-de-Venise

Sie bestehen im Süden aus schluffigem bzw. feinsandigem Mergel des Miozäns („terre blonde“) und sind im Norden lehm- und kalkhaltig.

Das Rebsortenprofil setzt sich ausschließlich aus Muscat à Petits Grains Blanc und Noir, also aus der kleinbeerigen weißen und schwarzen Muskatellersorte, zusammen. Die Trauben werden sukzessiv je nach Reifegrad von Hand geerntet.
Die Trauben müssen einen Mindestzuckergehalt von 252 g/Ltr. entwickelt haben.
Die „Mutage“, das Abbremsen der Mostgärung, muss im Zuge der Gärung durch Zusatz von mindestens 96-prozentigem Alkohol erfolgen, und zwar dann, wenn der natürliche Alkoholgehalt des Mostes bei 5 bis 10 Vol.-% liegt. Die Weine müssen einen Mindestzuckergehalt von 100 g/Ltr. enthalten und einen Mindestalkoholgehalt von 15 Vol.-% erreichen.

Der Muscat de Beaumes-de-Venise ist ein im Rhônetal einzigartiger Wein. Dieser weltweit bekannte gespritzte Süßwein (Vin Doux Nautrel) war aber in der Vergangenheit bereits mehrere Male vom Aussterben bedroht. Dass es nie soweit kam und dieser Süßwein einen wirklichen Wiederaufschwung erlebte, ist einerseits den vorherrschenden Standortfaktoren zu verdanken, die der Kultrebe Muscat à Petits Grains optimale Wachstumsbedingungen bieten und andererseits natürlich auch dem unermüdlichen Einsatz der Winzer. Letztere behalten heutzutage den hohen Qualitätsstandard ihrer Weine genau im Auge. Dabei zögern sie nicht, ausgeprägtes Know-how mit hochmoderner Kellertechnik zu kombinieren und so die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Die auf schmalen von Trockenmauern gestützten Terrassen, die hier auch als „Restanques“ oder „Faysses“ bezeichnet werden, angelegten „Muscadières“ (Muskatellergärten) haben die Landschaft der Region maßgeblich geprägt. Die ehemals vorhandenen Obstbäume fielen der Kältewelle von 1956 anheim und wurden durch Weinreben ersetzt. Diese profitieren von der besonders guten Sonneneinstrahlung und schöpfen die Kraft zur Entfaltung ihrer mächtigen Aromen aus den mageren Böden … Die aus der kleinbeerigen weißen Muskateller-Traube gekelterten Beaumes-de-Venise haben eine goldgelbe Farbe, offenbaren Aromen von Blüten und exotischen Früchten und einen schönen langen Abgang. Die Farbe der Cuvées aus kleinbeerigen weißen und schwarzen Muskateller-Trauben variiert von Bernstein über Rosa bis hin zu Purpurrot.

 

Ein paar „offizielle“ Daten zu AOC Beaumes-de-Venise

Die Weine der Appellation Beaumes-de-Venise stammen aus drei wichtigen Terroirs, die diesem Cru seine ganze Persönlichkeit geben.

Die Trias-Böden
Als Trias bezeichnet man den ältesten Zeitraum des Zweiten Zeitalters. Die entsprechende geologische Schicht befindet sich in dieser Region normalerweise in 1.500 Metern Tiefe. Bei der Entstehung der Gebirgskette Dentelles de Montmirail wurden diese Ablagerungen im Umkreis der Stadt Suzette an die Oberfläche befördert. Dies geschah durch ein Druckphänomen, das als „Diapir de Suzette“ bezeichnet wird und im Rhonetal einmalig ist.
Bei den heute bewirtschafteten Böden handelt es sich um diejenigen Böden, die sich mit der Zeit als die weichsten erwiesen haben. Sie haben eine geringe Tiefe, und ihre Erde ist fein und ockerfarben. Diese Farbe ist auf das Vorhandensein von Eisen zurückzuführen. Die Erde wird während der Trockenperioden hart, behält aber durch Risse diese Porosität, die für Wurzelwerk und Wurzelfasern ausreichend ist. Diese Böden sind von sehr geringer Fruchtbarkeit und bewahren die Rebstöcke vor dem mit Trockenheit und Feuchtigkeit einhergehenden Stress.

Die weiße Erde der Kreidezeit
Der Boden der Gemeinde Roque Alric besteht aus Lehm, Kalk und Mergel. Das Muttergestein hat eine gräuliche Farbe, die bei Vorhandensein von Eisen ins Rote tendieren kann.
Der Boden ist das Ergebnis aus nebeneinanderliegenden Schichten: mit Steinen bedeckter Mergel und Böden über einer Kalkbank von geringer Tiefe. Um sich hier entfalten zu können, bedecken die Wurzeln der Weinreben die Kalkblöcke, aus denen sie die für ihr Wachstum benötigten Mineralsalze beziehen. Dieses Terroir, auf dem der Wein hauptsächlich in Terrassen angebaut wird, profitiert von einer maximalen Sonnenbestrahlung, was den beiden Hauptrebsorten Grenache und Syrah ganz besonders zuträglich ist.

Die graue Erde des Juras 
Das Terroir liegt nördlich des Ortes Lafare und schmiegt sich an die südöstlichen Hänge der Dentelles de Montmirail. Es besteht vorwiegend aus schwarzem Mergel des Oxfordiums. Dieser setzt sich aus Silt, Lehm und Sand zusammen.
Die Wurzeln dringen problemlos in den Mergel ein, der sich schnell in einen echten Boden verwandelt. Die Hänge sind durch die Dentelles de Montmirail vor dem Mistral geschützt. Ihre Ost-Südost-Ausrichtung ermöglicht ihnen eine optimale Sonnenbestrahlung und sorgt für eine homogene Reifung.

Die AOC-Weine verdanken ihren Charakter einer Cuvée aus mehreren Rebsorten. Die zwei Hauptrebsorten sind die Grenache, die mindestens 50 % des Rebsortenbestands darstellt, und die Syrah, die 25 bis 50 % des Rebsortenbestands ausmacht.

Die Rebsorte Grenache Noir ist reich an Phenolverbindungen und verleiht dem Wein Noten von roten Früchten, Lakritze und Gewürzen. Die Syrah sorgt für Farbe, aromatisches Potential und Lagerfähigkeit. Die Mourvèdre ergänzt die beiden ersten Rebsorten durch komplexere Aromen von schwarzen Früchten, Leder und Unterholz. Die Nebenrebsorten wie Cinsault, Carignan, Counoise sowie die weißen Rebsorten, die maximal 10 % des Weins ausmachen dürfen, sorgen für einen Hauch von Originalität, der wohl die Handschrift des Erzeugers trägt.

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