Die Konkurrenz… kurz mal ins Ahrtal

Liebe Freunde,

die Welt des Weins ist groß und es gibt so viel zu entdecken. Manchmal ist es nur einen Katzensprung entfernt wie zum Beispiel von Bonn ins Ahrtal. Diesen Sprung sollte man von Bonn aus mit dem Zug bewerkstelligen, denn es gibt auch dort Wein zu probieren.

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Das kann man gut mit einer Wanderung entlang des wunderschönen Rotweinwanderwegs verbinden – gut, im Oktober ist es dort am schönsten, dafür aber am Wochenende unglaublich voll. Und wie mir gesagt wurde ist es an einem schönen Sonntag noch voller als wir es an einem Feiertagssamstag erlebt haben.

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Aber es geht auch anders und das am gleichen Tag.

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Kurz vor Mayschoß gibt es fantastische  Aussichten und das nicht nur optisch, sondern in Dernau, Rech und Maischoß (und nicht nur dort) wachsen feinste Spätburgunder.

Pinot on Slate – Burgunder auf Schiefer: das ist das besondere und außergewöhnliche des Aartals. Nicht günstig (Spätburgunder ist nie günstig), aber wenn man betrachtet, welche Arbeit in diesen Steilhängen zu leisten ist, der findet diese feinen mineralisch-eleganten Wein eher ungewöhnlich preiswert. Und wer mal im Burgund war, kann das bestätigen.

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Und wer im Oktober den Trubel der Weinfeste meiden möchte, kann sich in der Lounge des Deutzerhofs bei bestem Wein und kleinen Naschereien auch bestens erholen. Der Deutzerhof ist eh mein Liebling an der Ahr – eine Reise wert.

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Schwarze Tinte

Heute war für uns der erste Tag der Décuvertes en Vallée du Rhône, den ersten Tag haben wir ausgelassen – von Avignon war es uns zu weit in den Norden nach Ampuis. Aber die 1 1/2 Stunden nach Tain l’Hermitage wollten wir auf uns nehmen, denn nicht nur der Wein lockte, sondern auch ein Besuch bei Valrhona, dem weltbekannten Chocolatier (2,5 Kilo sind schnell zusammen). 

Und außerdem bekommt man selten einen Hermitage ins Glas. Teuer ist der Wein und die rote Variante sollte jeder lieber 10 Jahre in den Keller legen. Denn dieser Rotwein ist ein Brocken, Granit wie der Fels auf dem er gedeiht. In jungen Jahren ein hammerharter Tropfen und dazu unglaublich dicht und die Farbe ist wirklich fast schwarz. Nicht ohne Grund haben die Bordeaux-Winzer diesen Wein zum Einfärben ihres damals doch recht blassen Weins genutzt. 

Nicht für schwache Nerven und für kleine Geldbörsen: unter 30 € ist hier nichts zu bekommen und das ist dann nicht die hohe Kunst. Für den sehr leckeren Weißwein gilt gleiches. 

Aber wer die Möglichkeit hat, sollte diesen Felsen besuchen und eine kleine Wanderung vom Fluss hoch zur Kapelle machen. Viel lernen kann man auf diesem Weg noch dazu. Und der Blick ist wunderbar. 

Und danach kann man sich bei Valrhona erholen. Nicht billig, aber dafür sehr lecker. Wie oben geschrieben sind wir mit 2,5 Kilo aus dem Laden gekommen und zwar in einer Tüte und (noch) nicht im Bauch. 





Avignon…

Liebe Weinfreunde und Leser,

noch eine Woche, dann geht es los nach Avignon zur Weinmesse. Aber nicht nur das, denn Avignon und das Umland – welches oft fälschlicherweise als die Provence bezeichnet wird – sind in dieser Zeit eine Reise wert. Natürlich ohne Lavendelblüte oder Obsternte.

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Nein, diese Jahreszeit ist geprägt von Frühling und ersten Arbeiten auf den Feldern, von Licht und kühlen Nächten, von ersten Frühgemüse, Erdbeeren und letzen Trüffeln.

Jetzt ist die Zeit, das Land und die Menschen kennenzulernen ohne den Stress der Menschenmassen und der Hitze des Sommers! Aber es ist die Zeit der Genüsse der besonderen Art.

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Ein paar Impressionen? Gern….