Entdeckungen

Guten Morgen vom Fuß des Mont Ventoux.

Gestern waren wir in Avignon, im Papstpalast fand in wunderbarer Umgebung die Weinmesse der Region Côtes du Rhône statt. Alle zwei Jahre treffen sich Winzer und Händler in dieser außergewöhnlichen Umgebung, um die neuen Weine zu testen, Geschäfte zu machen und sich auszutauschen.

Nach den beiden Superjahrgängen 2015 und 2016 wurden schon viele 2017er vorgestellt und auch schon die ersten 2018er.

Was kann ich jetzt schon sagen: 2017 war vom Wetter her betrachtet sehr herausfordernd. Die Erträge waren recht niedrig, dafür ist die Qualität weiterhin sehr gut. Viele Winzer füllen nun später ab, was ich für den richtigen Weg halte. Ich bin daher sehr gespannt, was Sie dazu sagen werden.

2018 war ein Jahr der Feldarbeit. Im Gegensatz zu dem superheißen Jahr in Deutschland war es hier im Sommer nicht außergewöhnlich heiß, stattdessen gab es einen hohen Mehltaudruck. Die höher gelegenen Lagen wurden eher verschont, auch in den von Mistral stärker betroffenen Lagen gab es weniger Ausfälle.

Aber: vielleicht ist es immer gut, der Natur ihren Lauf zu lassen. Wer – wie meine Winzer – naturnah arbeiten, musste zwar viel im Weinberg arbeiten und befallene Trauben entfernen, dennoch zeigte es sich, dass genau das geholfen hat, eine gute Quantität zu ernten bei sehr guter Qualität. Die Weißweine sind frisch und sehr mineralisch. Die Rosés sehr fruchtig, aber nicht süß, sondern elegant. Die ersten Rotweine, die wir probieren konnten, zeigten eine sehr klare Frucht und schöne Struktur. Ich bin gespannt.

Und: vielleicht nehme ich doch die Weine von Martinelle wieder ins Program, denn sie werden immer besser, natürlich leider nicht günstiger, aber man kann nicht alles bekommen.