15ieme und andere Neuigkeiten 

Gestern waren wir auf dem Weingut „La Martinelle“ von Corinna Faravel. Es war der Tag, als sie ihre letzten roten Trauben geerntet hatte. Mit der Qualität war sie sehr zufrieden, auch die Menge nach einem sehr trockenen Sommer ist wohl in Ordnung. Andere hatten leider stark unter dieser Trockenheit zu leiden, es gab auf manchen Feldern nur Rosinen zu ernten. Nach ihrer Aussage gab es aber auch Überraschungen: die reifen Mourvèdre-Beeren hatten nur Potential für 12,5% Alkohol. Was ist daran überraschend? Normalerweise steigt das Alkoholpotential in solch heißen und trockenen Sommern stark an und andere Winzer kämpfen mit Alkoholwerten weit über 15%. Es könnte also eine positive Überraschung geben. 

Dann gibt es noch etwas neues zu berichten: es wird wieder einen 15ieme geben, nur anders als früher nicht als Qualität zwischen dem AOP Ventoux und dem AOP Beaumes-de-Venise, sondern als ihre Quintessenz ihrer Lagen und ihrer Weine. Die besten Trauben aus beiden Anbaugebieten (die ja bei ihr direkt nebeneinander liegen) zusammen ausgebaut: also ihr bester Wein als einfacher Vin de France. Das erinnert ein wenig an die Supertoskaner. Leider gibt es diesen Wein erst im nächsten Jahr. 

Neu ist auch der 2014er Beaumes-de-Venise, der bei ihr ja immer erst spät abgefüllt wird. 

Der weiße Ventoux wurde zum ersten Mal zum Teil im Holzfass ausgebaut und zum Teil im Ei. Ich bin sehr gespannt. 
Was man insgesamt hören kann: gute Qualität, sehr gute Qualität, reife Trauben und dichte Aromen. 

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