Decouvertes in Avignon 

Und wie der Mistral die ganze Organisation durcheinander brachte….

Nun war es soweit: die Messe war in Avignon angekommen und diese beiden Tage wollten genutzt werden. Zum Glück hatten wir ja nicht viel mehr vor als unsere Winzer zu besuchen und den einen oder anderen Wein zu probieren.

Dieses Jahr wurde die Messe über die ganze Stadt verteilt und fand somit nicht nur im Papstpalast statt. Das hatte den Vorteil, dass man etwas von Avignon sehen konnte, aber bei Mistral auch den Nachteil, immer wieder in den kalten Sturm zu müssen. Wie man uns berichtete, wurde der Termin extra so gewählt, dass die Messe vor der großen Messe ProWein stattfindet, was aber vielleicht nicht den gewünschten Effekt hatte. Denn wir konnten beobachten, dass es doch nicht so voll wurde, wie gewünscht. Vielleicht lag es aber doch an der offiziellen Abwesenheit der Châteauneuf-du-Pape-Winzer, die auf Grund von verbandsinternen Streitigkeiten vor ein paar Jahren den Verband Interrhône verlassen haben und nun in allen Dokumenten und Broschüren nicht mehr existieren. Sehr schade für alle – mancher Händler wird wohl deshalb nicht gekommen sein und auch diese „Edelwinzer“ müssen ja ihre Kunden immer wieder finden.

Wir jedenfalls haben es uns gut gehen lassen. Mittags gab es ein Buffet und Abend mehrere Veranstaltungen. Warum das Mittagsbuffet in einem Zelt angeboten wurde, kann ich mir nicht erklären. Den Organisatoren ist doch bekannt, dass der Mistral gerade zu dieser Jahreszeit häufig weht. Und so auch diese Tage: das Buffet am zweiten Tag wurde abgesagt und eine „Notverpflegung“ angeboten, denn der Mistral blies in Böen mit 120 km/h durch Avignon und durch das Zelt. Und das macht keine Freude, wenn man durch die Stadt laufen muss.





Aber es gab ja noch diese Abendveranstaltungen. Wird hatten ein Einladung für das feine Luxushotel „Hotel de l’Europe“ zu einer Soiree Tavel, Rasteau und Châteauneuf-du-Pape (gibt es ja eigentlich gar nicht). Alles war sehr gediegen, edle Weine, feinstes Essen, Trüffel im Überfluss – hier konnte man sehen, wo das Geld ist. Aber auch das war ein Erlebnis: alle ganz wichtig und jeder gefüllt mit Bedeutung. Diese Bedeutungsfülle nahm am Abend ab und die Weinfülle zu. Draußen fegte der Mistral die Gläser von den Tischen und drinnen wahrscheinlich so mancher Gast am späteren Abend auch.





Morgen werden wir noch ein paar Winzer besuchen und das Wetter nach dem Mistral genießen. Der enorme Vorteil am Mistral und den vielen Weinproben: man geht zeitig ins Bett. 



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